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Axel Höper Rechtsanwalt
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Betäubungsmittelstrafrecht

Verteidigung bei Drogendelikten

Ein Ermittlungsverfahren wegen eines Betäubungsmitteldelikts beginnt oft ohne Vorwarnung: eine Kontrolle, eine Durchsuchung, eine Festnahme. Was danach folgt, kann weitreichende Konsequenzen für Freiheit, Beruf und Familie haben.

Frühzeitig den richtigen Verteidiger einschalten

Umso entscheidender ist es, frühzeitig einen erfahrenen Strafverteidiger einzuschalten – idealerweise noch vor dem ersten Gespräch mit der Polizei.

Ich bin Axel Höper, Fachanwalt für Strafrecht in Kiel. Das Betäubungsmittelstrafrecht gehört zu meinen zentralen Tätigkeitsschwerpunkten. Ich verteidige Mandantinnen und Mandanten in ganz Schleswig-Holstein und bundesweit – diskret, engagiert und mit über 25 Jahren Erfahrung in Strafverfahren aller Art.

Was ist Betäubungsmittelstrafrecht?

Das Betäubungsmittelgesetz (BtMG) regelt den Umgang mit Drogen und psychoaktiven Substanzen in Deutschland. Bereits der unerlaubte Besitz geringer Mengen kann strafrechtliche Konsequenzen haben. Bei Handel, Einfuhr oder dem Vorwurf der Mitgliedschaft in einer Bande drohen langjährige Freiheitsstrafen. Die Bandbreite möglicher Vorwürfe ist groß – und die Unterschiede im Strafmaß erheblich. Für Cannabis gilt seit April 2024 ein eigenes Gesetz, das Konsumcannabisgesetz.

Typische Vorwürfe

  • Unerlaubter Besitz von Kokain, Heroin, Amphetaminen, MDMA oder anderen Substanzen – und von Cannabis oberhalb der erlaubten Mengen
  • Unerlaubter Handel und Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln
  • Unerlaubte Einfuhr – auch bei kleinen Mengen aus dem Ausland
  • Unerlaubter Anbau – etwa von Cannabis über die erlaubte Zahl an Pflanzen hinaus
  • Bandenmäßiger Handel – mit erheblich erhöhtem Strafrahmen
  • Bewaffneter Handel mit nicht geringen Mengen – ein Verbrechen mit einer Mindeststrafe von fünf Jahren (§ 30a BtMG)
  • Besitz und Handel mit neuen psychoaktiven Substanzen (NpSG)

Die drei Schwellen

Das Gesetz kennt die geringe Menge, die normale Menge und die nicht geringe Menge. Maßgeblich ist dabei nicht das Gesamtgewicht, sondern der Wirkstoffgehalt – also etwa die Menge reinen Kokains, nicht die des gestreckten Pulvers.

Das ist der erste Ansatzpunkt jeder Verteidigung: Die Wirkstoffbestimmung ist eine Messung, und Messungen sind überprüfbar. Ob die Probe repräsentativ war, ob richtig gelagert wurde, ob die Hochrechnung von der Probe auf die Gesamtmenge trägt – das entscheidet über den Strafrahmen.

Ab der nicht geringen Menge beginnt der Strafrahmen nach dem Betäubungsmittelgesetz bei einem Jahr Freiheitsstrafe. Eine Bewährung ist dann noch möglich, eine Einstellung gegen Auflage nicht mehr.

Für Cannabis gilt das so nicht mehr: Nach dem Konsumcannabisgesetz führt die nicht geringe Menge in der Regel zu einem besonders schweren Fall mit drei Monaten bis fünf Jahren Freiheitsstrafe. Verbrechen sind dort nur einzelne schwere Begehungsweisen, etwa bestimmte Fälle der Abgabe an Minderjährige oder der bewaffnete Handel.

Was bedeutet die Cannabisreform für laufende Verfahren?

Seit der Teillegalisierung von Cannabis im April 2024 hat sich die Rechtslage für viele Betroffene verändert. Unter bestimmten Voraussetzungen sind Besitz und Anbau von Cannabis für Erwachsene nunmehr erlaubt. Für laufende und bereits abgeschlossene Verfahren kann das bedeuten:

  • Einstellung des Ermittlungsverfahrens
  • Strafminderung oder Wegfall der Strafe
  • Erlass einer bereits rechtskräftig verhängten Strafe, soweit sie noch nicht vollstreckt ist, und die Tilgung der Eintragung im Bundeszentralregister auf Antrag

Ein straffreies Feld hat das Konsumcannabisgesetz aber nicht geschaffen: Handel bleibt strafbar, die Mengengrenzen sind eng, und für Anbauvereinigungen gilt ein eigenes Regelwerk mit eigenen Bußgeldtatbeständen. Hinzu kommt: Was strafrechtlich erlaubt ist, ist fahrerlaubnisrechtlich noch lange nicht folgenlos.

Ob und wie die neuen Regelungen auf Ihren Fall anwendbar sind, lässt sich nur im Einzelfall beurteilen. Sprechen Sie mich an – ich prüfe das für Sie.

Besitz oder Handel

Die Abgrenzung ist die wichtigste Weichenstellung des Verfahrens. Handeltreiben umfasst jede eigennützige, auf Umsatz gerichtete Tätigkeit – auch ohne Gewinn, auch als Bote. Indizien sind Verpackungseinheiten, Feinwaagen, Aufzeichnungen und Chatverläufe.

Gerade hier lohnt die genaue Lektüre der Akte. Vieles, was als Handelsindiz geführt wird, trägt bei näherem Hinsehen nicht: Eine Waage kann dem Eigenschutz dienen, und Nachrichten sind auslegungsbedürftig.

Warum ist frühzeitige Verteidigung so wichtig?

Im Betäubungsmittelstrafrecht werden die entscheidenden Weichen oft sehr früh gestellt – manchmal noch im Ermittlungsverfahren, lange vor einer möglichen Anklage. Wer zu spät reagiert, riskiert:

  • belastende Aussagen, die nicht mehr korrigiert werden können
  • verpasste Möglichkeiten zur Verfahrenseinstellung
  • unnötig hohe Strafen wegen fehlender Verteidigungsstrategie

Mein Rat: Schweigen Sie gegenüber der Polizei. Sie haben das Recht, keine Angaben zur Sache zu machen – und dieses Recht sollten Sie nutzen. Ein Anruf bei mir kostet Sie nichts und kann alles verändern.

Medizinisches Cannabis und Verschreibungsrecht

Mit der wachsenden Verbreitung von medizinischem Cannabis entstehen auch neue Graubereiche; die Verschreibung regelt seit April 2024 das Medizinal-Cannabisgesetz. Patienten, die Cannabis auf Rezept erhalten, Ärzte, die es verschreiben, und Apotheken, die es abgeben, können unter bestimmten Umständen in strafrechtliche Ermittlungen geraten – etwa bei Verdacht auf Missbrauch oder Abrechnungsbetrug. Als Fachanwalt für Strafrecht und Medizinrecht bin ich in diesen Schnittstellenfällen besonders gut aufgestellt.

Medizinstrafrecht für Ärzte, Apotheken und Pflege

Verteidigung

Meine Verteidigungsstrategie im BtMG-Verfahren

Jeder Fall ist anders. Entscheidend sind die konkrete Menge, die Art der Substanz, Ihre persönliche Situation und die Beweislage. Mögliche Verteidigungsansätze sind unter anderem:

Ermittlungsmaßnahmen prüfen

Prüfung der Rechtmäßigkeit von Durchsuchungen, Überwachungsmaßnahmen und Sicherstellungen.

Verwertbarkeit von Beweismitteln

Nicht alles, was die Polizei sicherstellt, darf vor Gericht verwendet werden.

Strafzumessung

Milderungsgründe gezielt herausarbeiten und darlegen.

§ 31a BtMG

Einstellung bei geringen Mengen

Verfahrenseinstellung, wenn es um eine geringe Menge zum Eigenkonsum geht.

§§ 35, 36 BtMG

Therapie statt Strafe

Beruht die Tat auf einer Abhängigkeit, kann die Vollstreckung einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren zugunsten einer Therapie zurückgestellt werden. Nötig sind eine Therapieplatzzusage und eine Kostenzusage – beides dauert. Wer erst nach dem Urteil damit beginnt, verliert Monate.

§ 31 BtMG

Aufklärungshilfe

Die sogenannte Kronzeugenregelung: in geeigneten Fällen eine strafmildernde Kooperation erwägen – nach sorgfältiger Abwägung der Risiken.

Nebenfolgen

Woran viele zuerst nicht denken

Fahrerlaubnis

Die Behörde prüft die Fahreignung unabhängig vom Strafverfahren – auch ohne Fahrt unter Einfluss.

Verkehrsstrafrecht

Einziehung

Erträge aus Betäubungsmittelgeschäften werden eingezogen, notfalls als Wertersatz aus dem übrigen Vermögen.

Ablauf des Verfahrens

Bei Jugendlichen

Im Jugendstrafrecht gelten andere Maßstäbe und andere Rechtsfolgen – oft mit mehr Spielraum.

Jugendstrafrecht

Kontakt

Nehmen Sie jetzt Kontakt auf – je früher, desto besser

Ich verteidige Sie konsequent – vom ersten Polizeikontakt bis zum rechtskräftigen Urteil. Und bevor Sie zur Herkunft etwas sagen: Das ist der häufigste Weg, aus einem Besitzvorwurf ein Handelsverfahren zu machen. Vertraulichkeit ist dabei selbstverständlich.

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